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Juni 2009

Interview mit Fever Ray

Category: Music

Wir haben mit Karin Dreijer Andersson alias Fever Ray über ihr Musik, ihr Opernprojekt und ihren Bruder gesprochen.

Wann hast du beschlossen ein Solo-Album zu machen?

Ich glaube das war, als ich und Olaf 2006 als The Knife auf Tour waren. Nachdem wir aus den USA zurück waren, haben wir beide das Gefühl gehabt, dass wir ein bisschen Zeit ohne einander verbringen, unsere eigenen Sachen machen wollen. Nachdem wir sieben Jahre lang gemeinsam gearbeitet haben, glaube ich, war das ganz natürlich.

Wieso hast du dich Fever Ray genannt?

Ich wollte einfach einen Namen finden, der die Art von Musik, die ich mache, beschreibt. Und ich finde „fieberndes Schimmern“ klingt ganz wie meine Musik.

Ist der Aufnahme-Prozess mit Fever Ray anders als mit The Knife?

Es ist nicht so anders. Der größte Unterschied ist, dass ich zum ersten Mal seit langer Zeit alleine gearbeitet habe. Aber nachdem ich acht Monate lang geschrieben und aufgenommen habe, habe ich ein paar von den Jungs, mit denen ich jetzt spiele, kontaktiert. Die haben mir dann geholfen mit der Produktion und dem Mix. Aber an sich ist es kein großer Unterschied.

Aber du hast es auf deine Art produziert?

Ja, ich glaube, der Schreib- und Aufnahmeprozess ist so ziemlich der Gleiche für mich. Es passiert gleichzeitig, in meinem eigenen Studio südlich von Stockholm, wo ich arbeite.

Glaubst du, dass das Land Schweden einen großen Einfluss auf deine Musik hat?

Ja, ich denke, es macht viel aus, wo man herkommt und wo man etwas aufnimmt, das Klima hat einen riesigen Einfluss darauf, welche Art von Musik du machst. In Schweden ist fast immer Winter, acht Monate im Jahr ist es kalt und dunkel. Deshalb verbringen wir sehr viel Zeit zu Hause. Das beeinflusst die Stimmung und natürlich damit auch, welche Art von Musik du machst, absolut.

Stimmt es, dass du schwanger warst, während du das Album aufgenommen hast?

Nein, ich hab mein zweites Kind bekommen, kurz bevor ich mit den Aufnahmen begonnen habe.

Hat das einen Unterschied gemacht?

Kinder zu haben, ein Elternteil zu sein, beeinflusst alles, was du machst. Es ändert deine Perspektive auf alles. Absolut alles dreht sich um die Kinder, es ist anfangs wie ein Schock. Aber es ist gut, man fokussiert mehr, man überlegt besser, was man wirklich machen will. Und ich weiß jetzt noch mehr, dass ich mit Musik arbeiten will. Das ist gut.

Ist es schwierig, eine Musikerkarriere mit einer Familie zu vereinbaren?

Ich glaube, es ist schwierig für jeden, der viel reist, das mit einer Familie zu vereinbaren. Aber davon abgesehen, finde ich nicht, dass es ein Problem ist. In Schweden sind es beide Elternteile, Vater und Mutter, die sich um die Kinder und den Haushalt kümmern. Wir haben die Möglichkeit, das etwas gerechter aufzuteilen als in vielen anderen Ländern. Wir bekommen Geld vom Staat, wenn wir zuhause bleiben, Männer und Frauen, das macht es für Frauen leichter zu arbeiten und eine Familie zu haben.

Welche Erfahrungen hast du als Fever Ray bis jetzt live gemacht?

Dass es hat Spaß gemacht hat! (lacht) Es war großartig, ich bin überrascht, wie viel Spaß es gemacht hat. Es ist so schön, mit einer Band zu spielen! Wir stehen zu fünft auf der Bühne, das ist so großartig, wenn du solange allein im Studio gearbeitet hast, wo du so isoliert bist. Und dann triffst du auf einmal so viele Leute. Es ist wie ein großes soziales Experiment mit den ganzen Leuten zu reisen. Besser könnte es gar nicht sein.

Spielst du lieber in großen oder in kleinen Clubs?

Ich weiß nicht. Wir haben beides gemacht. Es ist egal. Es ist gut, wenn es intim ist, aber es kann auch mit richtig vielen Leuten intim sein. Wir haben ja auch noch nicht in so riesigen Locations gespielt, 4000 oder so waren die größten bis jetzt.

Du wirst vielleicht in Roskilde spielen?

Ja, das wäre dann ein größeres Publikum. Wir haben so viel Szenographie und Bühnendesign, die Show entwickelt sich ständig weiter. Ich glaube, es könnte ein bisschen schwieriger für uns werden, auf diese Art auf größeren Bühnen zu spielen, aber wir werden sehen, wie es wird.

Stimmt es, dass du mit deiner Tochter zusammen eine Oper geschrieben hast?

Ja, es ist ein altes Stück, mit Musik, Tänzern und Sängern. Es handelt von Charles Darwin, von der Entstehung der Arten, was vor 150 Jahren veröffentlicht wurde. Wir haben jetzt schon über ein Jahr lang daran gearbeitet, wir werden bald fertig sein. Im September ist die Premiere in Kopenhagen.

In Kopenhagen? Nicht in Schweden?

Nein, aber ich glaube, es wird auch nach Schweden kommen. Es ist eine dänische Theaterfirma, Hotel Pro Forma, die uns gebeten hat, die Musik für das Stück zu schreiben.

Momentan hast du genug zu tun mit Fever Ray, können wir trotzdem auch bald auf etwas Neues von The Knife hoffen?

Ja (lacht). Im Moment gibt es viel zu tun, aber wir haben schon darüber gesprochen, nächstes Jahr ein neues Album aufzunehmen.

Was macht dein Bruder gerade?

Er ist in Spanien. Er hat Musik für eine Ausstellung gemacht. Er installiert Klänge irgendwo in Spanien (lacht). Sonst arbeitet er größtenteils mit Opern. Er wird den ganzen Sommer mit Opernsänger proben.

feverray.com

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Trackback: Das Kraftfuttermischwerk » Just my daily two cents

[...] Interview mit Fever Ray | eb “Wir haben mit Karin Dreijer Andersson alias Fever Ray über ihr Musik, ihr Opernprojekt und ihren Bruder gesprochen.” [...]

Trackback: Robyn - Dancing On My Own - electronicbeats blog

[...] den richtigen Durchbruch. Mit Nummern wie „With Every Heartbeat“, wo es auch einen wunderbaren The Knife Remix gibt, und Cobrastyle machte sie auch Madonna auf sich aufmerksam. Die Queen of Pop überlegte [...]

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Copenhagen Design Week 2009

Category: Events / Lifestyle

Es ist nicht neu, dass Skandinavien modisch seit einiger Zeit ganz weit vorne liegt. Auch im Bereich Design gibt es - auch neben IKEA - einiges Spannendes in den nördlichen Gefilden zu erkunden. Die Dänen präsentieren sich in diesem Sommer vom 27. August - 6. September auf der Copenhagen Design Week 2009.

Den Angaben auf der Website zufolge, wird die Kopenhagener Innenstadt zu einer flirrenden Design-Landschaft umgestaltet. Der Besucher kann Veranstaltungen wie z.B. den “Showhow” besuchen, bei dem Designlösungen mit besonderer Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten präsentiert werden. Bei “It’s a small world” werden dänische Design-, Handwerk- und Architekturideen gezeigt.

Das vollständige Programm der Copenhagen Design Week findet ihr hier!

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UAF Video Rückblick

Category: Events / Music

Das Eristoff Tracks Urban Art Forms Festival presented by Electronic Beats hatte auch in diesem Jahr 3 Tage Party am Stück zu bieten. Tausende trotzten den tiefen Temparaturen und tanzten zu Deichkind, Digitalism, Moonbootica oder auch Sven Väth. Jetzt gibts auch den offiziellen Rückblick auf Video:

Kinks Dokumentation

Category: Music

Julien Tempel ist ein hervorragender Dokumentarfilmer, der sich vor allem mit Rock respektive den Protagonisten beschäftigt. Nachdem er 2000 mit The Filth and the Fury bereits bereits die zweite brillante Doku über die Sex Pistols drehte und 2007 Joe Strummer in dem Film The Future is Unwritten im Mittelpunkt seiner Arbeit stand, sind nun die unglaublichen Kinks an der Reihe.

Sänger Ray Davies hat bekanntgegeben, dass dieser Film mit dem mutmaßlichen Titel Kinkdom Come einfach von Julien Temple realisiert werden muss. Eine Absage erteilte er hingegen Gerüchten, dass die Kinks eines Tages wieder eine Reunion feiern werden.

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Gomma geht tanzen

Category: Music

Das kultige Elektro-Label Gomma hatte in den vergangenen Jahren mehr und mehr Erfolge zu feiern. So brachten sie z.B. Künstler wie Munk, Headman, WhoMadeWho und Tomboy an die Spitze. Mit ihrem neuen Label Gomma Dance Tracks treten sie nun voll und ganz ins Club-Scheinwerferlicht.

Mit an Bord sind Remixe und Produktionen der New Yorker Legende Nicky Siano, Zombie Nation, Cut Copy und Mike Monday, außerdem die neue 12″ von Diskokaine inklusive eines Remixes vom Dance Mania Besitzer und Original Old Skooler DJ Funk. Es scheint als wären Gomma Dance Tracks prädestiniert dafür auch ein paar Scheiben in deine Stammdisko zu liefern…

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PHOENIX “1901” VIDEO RELEASED

Category: Music

Unsere Lieblings Indie-Elektro Band aus Versailles, Phoenix, haben vor kurzem ihr offizielles Video zu ihrem Song “1901”, aus dem Album Wolfgang Amadeus Phoenix veröffentlicht.

Das offensichtlich von Joy Division inspirierte Video lässt uns schon mal die Gänsehaut über den Rücken laufen – besonders die imposanten Lichtefeckte haben es uns kräftig angetan. Kein Wunder so ist die Drehbuchautorin, Regisseurin und Schauspielerin Sofia Coppola ja mit Phoenix Sänger Thomas Mars liiert.

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Christopher Kane lässt die Affen los

Category: Lifestyle

Schon bei der Londoner Fashion Week im Herbst waren die Affen los, jetzt kommen sie auch in den Handel.

Wenn Designer spätnachts zu lange vor dem TV-Gerät sitzen um sich Remakes von Planet der Affen anschauen, dann kann es schon zu kreativen Auswüchsen kommen. So geschehen bei Christopher Kane, der schottische Designer zeigte schon des öfteren das “Haute-Couture” auch Alltagstauglich sein kann. Seine farbenfrohen Affen gibt es in zahlreichen Motiven auf Unisex T-Shirts und Damen-Kleidern nun für alle hier zu erstehen. Was sich Christopher Kane sonst so unter Großstadtjungle vorstellt gibt es im Video von seiner Show bei der Londoner Fashion Week:

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“The little Things” - Videopremiere von Mr.Dero & KlumzyTung

Category: Events / Music

Mr.Dero und KlumzyTung sind weiter umtriebig uns präsentieren uns ihre Video zu “The Little Things”

Zwei Aushängeschilder der Grazer Hip-Hop Szene machen gemeinsame Sache und das Resultat daraus, heißt schlicht: “The Little Things” - EP. Mr.Dero und der urspünglich aus London stammende, aber mittlerweile Wahl-Grazer KlumzyTung schafften es mit ihrer ersten gemeinsamen Veröffentlichung gleich über die Grenzen der eigenen Stadt hinaus in der Herzen der Hip Hop Fans zu gelangen.

Ebenso die Radios in diesem Land spielten die erste Auskopplung “Headscrews” rauf und runter, und sogar in den einen oder anderen Redaktionscharts waren sie ganz oben zu finden. Jetzt wird nachgelegt, die beiden fixen Mitglieder der Butterband haben sich vor die Kamera begeben um zu ihrem gleichnamigen Song “The Little Things” ein angemessenes Video zudrehen. Das Ergebnis gibts am Samstag in der Cafe-Bar Orange zu bewundern, wo auch gleich Mr.Dero seinen Geburtstag begeht.

“The Little Things” - Videopremiere
Samstag, 27. Juni / 21:00
Cafe-Bar-Orange

tiefparterre.net

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