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Peter Kruder

Infected Store Eröffnung mit Hell

Category: Events / Lifestyle / Music

Das Grazer Modehaus Kastner & Öhler eröffnete vergangenen Freitag seinen “Infected Store” mit einem Auftritt von Technoaltmeister Hell.

Hippe Mode à la “Topshop” bekommt man jetzt also auch in der Grazer Innenstadt. Zur Feier des Tages stellte das Grazer Kollektiv Boogie Basement eine DJ-Line für den ersten Shoppingtag auf und ließ DJane Eos, DJ Norman David und Konsorten an die Decks, um den Store mit Deep-House und Minimal zu unterlegen.

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Das eigentliche Highlight der Eröffnung fand dann jedoch erst am Abend in der Postgarage statt. Um die Eröffnung möglichst üppig zu gestalten, wurde niemand geringerer als Helmut Geier aka Hell aus München eingeladen. Der Altmeister, der nach wie vor zu den 10 besten DJs der Welt zählt, spielte champagnerschlürfend zweieinhalb Stunden vor vollem Haus und verwandelte die Eröffnung des “Infected Store” in eine solide House- und Technoparty.

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Leider versäumte Hell es, sein neues Album Teufelswerk (teilproduziert von Peter Kruder, Peace Orchestra, Wien) genauer vorzustellen und beschränkte sich darauf,  nur die aktuelle Single “U Can Dance” (feat. Bryan Ferry) daraus zu spielen. Den Rest des Sets dominierte eine Auswahl von seinem Label International Deejay Gigolo Records, ein etwas betrunkener Spontan-MC und der Ian-Curtis-artige (Joy Division) Steptanz von Hell selbst.

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Unterstüzung bekam Hell von DJ C-Rock und Rainer Trüby, die zusammen die knapp 1000 begeisterten Gäste in der Postgarage bis in die frühen Morgenstunden unterhielten.

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Peter Kruder - Private Collection (G-Stone Master Series #1)

Category: Music / Reviews

Peter Kruder hat in seiner Karriere als DJ und Produzent schon so ziemlich alles erlebt und erreicht. Er hat die gebrochenen Beats Rotwein-tauglich gemacht, zusammen mit seinem Partner in Crime Richard Dorfmeister feierte er große Erfolge als Remixer (u.a. für Madonna und Depeche Mode) und für die vierfache Vinyl-Box der “The K&D Sessions” werden bei Discogs heute weit über 100 Euro gezahlt. Damals entstand ihre Musik unter Kiffer-/Nerd-Bedinungen: “Unser Handwerkszeug ist ein Apple-Computer und drei Kilo Marihuana, dann hat man den Klang im Kopf.”

Inzwischen gehen die beiden musikalisch getrennte Wege und auch der Produktionsprozess scheint sich verändert zu haben; Peter Kruder hat zuletzt große Teile von DJ Hells Album “Teufelswerk” produziert und zieht seine musikalischen Inspirationen eher aus dem Clubkontext samt gerader Bassline, denn aus Kiffsessions.

Trotz eines stressigen Lebens als durch die Weltgeschichte düsender, vielgebuchter DJ, hat er die Ruhe weg und berichtet gut gelaunt von dem Entstehungsprozeß seiner auf G-Stone gestern erschienenen Private Collection: “Es war zwar schwierig manche Stücke zu kriegen, aber letztendlich bekam ich alle Tracks, die ich ursprünglich im Auge hatte”.

Mit dieser sehr persönlichen Compilation macht Peter Kruder den Anfang, ihm sollen andere G-Stone-Künstler folgen. Es muss die Hölle gewesen sein aus 35.000 (!) Platten nur einen minimalen Bruchteil an kompilierenswerten Stücken rauszusuchen, doch die Mischung ist gelungen und vor allem stimmig. Von Post-Rock über eingängigen Jazz bis zu Château Flights futuristischen Soundentwürfen schlängelt sich die Kollektion ihren Weg durch Peter Kruders musikalisches Leben und Wirken. Von vermeintlich wässrigem Lounge-Brei keine Spur; das fördert die Hörbarkeit auch nach mehrfachem Abgespiele, denn es bleibt definitiv etwas hängen.

Tracklist:
01 Talk Talk - The Rainbow
02 Tortoise - On The Chin
03 The Observatory - Waste Your Life
04 Milt Jackson, Ray Brown Big Band - Enchanted Lady
05 Pierre Moerlen’s Gong - Adrien
06 Charles Webster - Sweet Butterfly
07 Tom Waits - Clap Hands
08 Jan Hammer - Darkness / Earth In Search Of A Sun
09 Peace Orchestra - Consequences (private Edition)
10 Kruder & Dorfmeister - Sleazy Rider
11 Stargard - Three Girls
12 Craig Armstrong - In My Own Words
13 Japan - Ghosts
14 Bernard Hermann - The Days Do Not End
15 Jon Brion - Here We Go
16 Château Flight - Superflight
17 Rokia Traore - Mariama

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Tomy

Ein tolles Album, die Musikalische Weiterentwicklung hat ihm gut getan. Sehr interessant fand ich auf folgendes Interview mit ihm http://1beat.de/artikel/interview-peter-kruder-g-stone-records-vienna/

Trackback: springten 12. - 15. Mai Graz - electronicbeats blog

[...] den Sofa Surfers, Binder & Krielstein, Makossa & Megablast und Kruder & Dorfmeister setzt man auch heuer wieder auf altbewährte Größen der Heimat, die man ohne [...]

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Hell - Teufelswerk (International Deejay Gigolo Records)

Category: Music / Reviews

DJ Hell bringt uns mit seinem neuen Album der Hölle ein Stück näher. Passenderweise heißt es dann auch gleich “Teufelswerk”.

CD 1 - Night
Erst in der Dunkelheit können wir unser Leben gestalten wie wir wollen, weit weg von Jobs, Partnern oder Alltagszwängen. Schon beim ersten Beat lässt sich die Motivation heraushören, die uns von Club zu Club treiben wird. Druckvoll und beschwingt eröffnet „U Can Dance“ mit Bryan Ferrys Gesang die Nacht. Das Sakko oder der Kapuzenpulli – der Dresscode spielt keine Rolle, wichtig ist die Einstellung: sich auf den Sound einzulassen. Wie eine lange Nacht so ist, begegnen wir allerhand Sounds und Gestalten, die auch mal mit tief ins Gesicht gezogenen HipHop-Kapuzen auf uns warten. Doch ohne uns in ein Gespräch mit P. Diddy zu verwickeln, laufen wir schon die schmale dunkle Techno-Gasse weiter und werden spätestens ab Nummer 6, „Hellracer“, zum Jünger des Techno-Teufels. “Night” beschreibt eine Nacht, in der alles passiert, was nicht geplant ist. Der Zufall wartet an jeder Ecke, bis der letzte Track „Friday, Saturday, Sunday“, die vergangene Nacht bzw. gar das vergangene Wochenende noch einmal im Schnelldurchlauf in unseren Köpfen abspielt. Um danach auf einer Parkbank auf den Sonnenaufgang zu warten.

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CD 2 - Day

Wenn die Stadt den Schleier der Nacht ablegt und sich mit jedem Wimpernschlag freundlicher gestaltet, dann ist es Zeit, zur Ruhe zu kommen. Sanft und sphärisch erklingen die ersten Tracks auf der Tagesseite. Gegengleich zur Nacht, lässt Hell überraschend reduziert den Tag beginnen. Die darauffolgenden Nummern plätschern so vor sich hin wie ein Sonntagvormittag, wo man vor der Wahl steht, ob man heute überhaupt noch schlafen gehen will. Auf der Suche nach der Antwort schreiten wir umher, um dann ohne eine zu bekommen und in die „Hell’s Kitchen“ zu landen. Sich im Tag zu verlieren, schwingt in jedem Beat der zweiten CD mit. Und ehe man es sich versieht, nähert sich die Sonne auch schon wieder dem Horizont. “Hell’s Kitchen” ist die Abschiedsnummer, der Tag geht nun endgültig zur Neige. Und wie bestellt setzt danach auch schon der Regen ein. Und du weißt, es war ein guter Tag.

“Teufelswerk” erscheint auf International Deejay Gigolos Records am 27. April 2009.

djhell.de

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